EnBW-Preise steigen um mehr als die Hälfte
12.08.2011 Daß der Stromversorger EnBW seine Preise für Wärme-Strom demnächst erhöht, ist bereits bekannt. Noch nicht bekannt war, wie massiv diese Erhöhungen ausfallen werden. Nutzer von Stromheizungen und elektrischen Wärmepumpen müssen mit einer Tarif-Erhöhung von bis zu 56 Prozent rechnen. Als Grund nennt der Konzern die schon bekannten Phrasen: die Umlage nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz und die gestiegenen Kosten für die Strombeschaffung. Dabei schienen ausgerechnet Wärmepumpen eine echte Möglichkeit zum Geldsparen zu sein. Der Strompreis für diese Art Heizung war so gering, daß viele Kunden sich eine solche Wärmepumpe installieren ließen. Allerdings sind die damit auch dem Stromanbieter ausgeliefert, denn die Anlage ist in den meisten Fällen Teil des Vertrags und kann nicht mal eben zum nächsten Versorger "mitgenommen" werden. Auf diese Weise wollte EnBW "Abhängigkeiten schaffen", so Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher. "Um die Wärmepumpe im Vergleich zu anderen Heizsystemen wirtschaftlich erscheinen zu lassen, mußte man ihren Strompreis quersubventionieren – und diese Subvention bauen die Stromversorger nun zunehmend ab." Aufgrund der massiven Tarif-Erhöhungen haben die Grünen in Baden-Württemberg bereits eine Untersuchung der Preispolitik von EnBW durch das Kartellamt verlangt. >> Zur Homepage von EnBW >> Weitere News zu EnBW
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