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EU will Binnenmarkt beim Ökostrom harmonisieren
23.08.2010

Bisher gibt es in der Europäischen Union verschiedene Fördersysteme für die Vergütung von grünem Strom. Wer Ökostrom ins Netz einspeist, kriegt dafür Geld. Nur sind diese Förderungen alles andere als einheitlich – jeder der 27 EU-Mitgliedsstaaten hat sein eigenes System. Das soll jetzt sich ändern. EU-Energiekommissar Oettinger will eine europaweite Infrastruktur und damit einen gesamteuropäischen Binnenmarkt beim Strom. "Wir brauchen einen europäischen Rechtsrahmen, der den Zugang zu den Netzen regelt", so Oettinger. Europa könne seine Energieprobleme nicht national lösen, weshalb ein einheitlicher Markt hermüsse.
Derzeit gibt es zwei Varianten bei der Förderung: Einspeisevergütung oder Quotenabnahme. Beide sind nach Ansicht europäischen Kommission effizient. Allerdings sind beide sind nicht miteinander kombinierbar. Oettingers Vorhaben ist nicht unumstritten. "Jede Harmonisierung wäre ein Rückschritt für die erneuerbaren Energien in Deutschland", sagt Severin Fischer vom Berliner Institut für Europäische Politik. Vertreter der Branche wollen jetzt auch noch gar nicht darüber reden, sondern erst in vier Jahren: "Jede frühere Diskussion führt zu Verunsicherung bei den Investoren", warnt Christine Lins, Generalsekretärin des Europäischen Rats für Erneuerbare Energien (EREC).

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