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Die Strompreislüge – erneuerbare Energien sind nicht schuld an teuren Tarifen
12.08.2010

Im September will sich der Verbraucherausschuß im Bundestag die Strompreisentwicklung vornehmen. Dies kündigte jetzt Ausschuß-Vorsitzender Hans-Michael Goldmann an. Anlaß ist eine Studie, die von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in Auftrag gegeben wurde. Diese ergab, daß die Stromkunden in Deutschland allein im Jahr 2010 rund eine Milliarde Euro zuviel für Strom zahlen. Die Energieunternehmen hätten durchschnittlich 0,8 Cent pro Kilowattstunde weniger bei der Stromherstellung ausgegeben, diese Einsparung jedoch nicht an ihre Kunden weitergegeben.
"Beispielsweise hat der Energiekonzern RWE die Strompreise um 1,5 Cent je kWh erhöht. Die zu Jahresbeginn gestiegene Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz hätte allenfalls eine Erhöhung der Stromkosten um 0,7 Cent je Kilowattstunde  rechtfertigen können. Unter dem Strich hätte RWE zum 1. August die Strompreise senken müssen", so die saarländische Umweltministerin Simone Peter. "Zum wiederholten Mal wird damit belegt, daß die Erneuerbaren Energien nicht die Strompreistreiber sind." Nach Angaben des Bundes der Energieverbraucher hat RWE durch die Strompreiserhöhung zusätzliche Gewinne von 100 Millionen Euro gemacht.

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